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Werkzeug zum Öffnen von Apple-Geräten (iPhone, iPod, iPad, Macbook, iMac, Mac Mini, Mac Pro)

Apple verbaut Schrauben, für die kein normaler Schraubendreher passt. Welche Bits Du für iPhone, iPad, MacBook, iMac und Mac mini wirklich brauchst, was ein brauchbares Set enthalten muss und woran billige Werkzeuge scheitern…

Von Sonoya RedaktionAktualisiert: 4 Min. Lesezeit
Werkzeug zum Öffnen von Apple-Geräten (iPhone, iPod, iPad, Macbook, iMac, Mac Mini, Mac Pro)

Wer ein Apple-Gerät öffnen will, scheitert meistens schon an der ersten Schraube. Apple verbaut seit Jahren Profile, für die kein Schraubendreher aus dem Baumarktset passt, und das ist Absicht. Dieser Überblick sagt Dir, welche Profile in welchen Geräten stecken, was ein brauchbares Set enthalten muss und woran die billigen Sets aus dem Marktplatz reihenweise scheitern.

Die vier Schraubenprofile, die Apple verbaut

Pentalobe, umgangssprachlich die Fünfblatt-Schraube, ist die bekannteste. Sie sitzt in zwei Größen im Haus: P2 an der Unterseite jedes iPhone seit dem iPhone 4 und an der Bodenplatte der MacBooks Pro und Air. Ein Torx-Bit passt hier nicht, auch wenn es auf den ersten Blick ähnlich aussieht, und ein zu kleines Bit rundet den Kopf in Sekunden aus.

Torx brauchst Du im Inneren fast aller Geräte, üblicherweise in den Größen T3, T4, T5, T6, T8 und T10. T5 hält bei MacBooks das Trackpad und den Akku, T8 und T10 sitzen an Festplattenhalterungen in älteren Macs.

Tri-Wing, also das dreiflügelige Profil in Y000 und Y1, hält in iPhones und Apple Watches Abdeckbleche über Akku und Logic Board fest. Ohne dieses Bit kommst Du an den Akku nicht heran.

Kreuzschlitz in den Feinmechanik-Größen PH000, PH00 und PH0 ist das, was am ehesten dem entspricht, was die meisten Leute zu Hause haben, nur eben deutlich kleiner. Die üblichen Haushaltssets fangen erst bei PH1 an und sind damit schon zu groß.

Was ein Set können muss

Beim Kauf entscheidet weniger die Zahl der Bits als die Qualität an drei Stellen.

Die Härte der Bits ist der wichtigste Punkt. Billige Bits aus weichem Stahl verformen sich beim ersten festsitzenden Pentalobe, und danach ist nicht nur das Bit hin, sondern auch der Schraubenkopf. Achte auf gehärteten Chrom-Vanadium- oder S2-Stahl.

Der Griff braucht eine drehbare Kappe am Ende, damit Du mit dem Zeigefinger Druck aufbauen und gleichzeitig sauber drehen kannst. Ohne die rutschst Du bei festsitzenden Schrauben ab.

Und die Magnetisierung klingt nach Spielerei, ist aber der Unterschied zwischen einer Reparatur und einer Suchaktion unter dem Schreibtisch. Die Schrauben in einem iPhone sind teilweise unter zwei Millimeter lang.

Ein Reparatur-Werkzeugset für Apple-Geräte (Affiliate Link) mit diesen Eigenschaften deckt den Schraubenteil komplett ab.

Das Werkzeug, an das niemand denkt

Schrauben sind nur die halbe Miete, denn Apple klebt und klipst mindestens genauso viel, wie es schraubt.

Für Displays brauchst Du einen Saugnapf, um die Scheibe anzuheben, ohne sie zu verkanten. Danach schiebst Du dünne Öffnungsplektren aus Kunststoff in den Spalt, um die Klipse ringsum zu lösen. Ein Spudger, also ein Hebelstift aus Kunststoff oder Nylon, trennt Steckverbinder vom Logic Board, ohne die Leiterbahnen zu beschädigen; mit einem Schraubendreher aus Metall reißt man dort schnell etwas ab.

Bei allem, was verklebt ist, und das sind seit Jahren praktisch alle Akkus und Displays, hilft Wärme. Ein Heizkissen für Displays oder ein Heißluftföhn auf niedriger Stufe weicht den Kleber so weit auf, dass er nachgibt, statt zu reißen. Solches Öffnungswerkzeug mit Saugnapf und Spudger (Affiliate Link) gibt es meist als kleines Set.

Der letzte Punkt kostet fast nichts und rettet die meisten Reparaturen: eine magnetische Sortiermatte. Schrauben in einem MacBook haben unterschiedliche Längen, und wenn eine lange Schraube an einer kurzen Position landet, bohrt sie durch die Platine. Auf einer magnetischen Schraubenmatte (Affiliate Link) legst Du jede Schraube dorthin, wo sie im Gerät saß.

Wann Du besser nicht selbst schraubst

Drei Fälle solltest Du kennen, bevor Du anfängst.

Bei Geräten unter Garantie oder mit AppleCare verlierst Du den Anspruch, sobald Du selbst öffnest. Rechne vorher nach, ob die Ersparnis das wert ist.

Bei verklebten Akkus in aktuellen iPhones und MacBooks ist die Ausfallwahrscheinlichkeit hoch. Lithium-Akkus reagieren empfindlich auf mechanische Beschädigung, und ein durchstochener Akku ist ein echtes Brandrisiko.

Und bei Bauteilen, die Apple an die Seriennummer koppelt, etwa Face ID, Touch ID und in Teilen das Display, bringt der mechanische Erfolg nichts, wenn die Funktion danach fehlt.

Für alles andere gilt: Mit den richtigen Bits ist der Rest meist einfacher, als er aussieht. Die passenden Schritt-für-Schritt-Videos zu den einzelnen Geräten findest Du in den Reparatur-Anleitungen hier im Blog.

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